Valencia. März 2024

Tag 1:

Diesen Urlaub beginne ich mit meiner guten Freundin Luisa, von mir genannt Lulu. Mein Freund Raphael bringt uns netterweise zum Flughafen, da in Hamburg mal wieder der S-Bahn-Ersatzverkehr am Start ist. Dankenswerterweise kommen wir also dank Raphael pünktlich um ca. 9:00 Uhr am Flughafen an. Die Wasserflaschen werden noch kurz geleert und wir kommen problemlos durch die Handgepäckkontrolle. Aufgabegepäck haben wir nicht. Zu teuer. Dies wird später in diesem Reisebericht noch ein relevanter Hinweis sein. 😉

Dieser Urlaub ist schon lange in Planung und hat uns einige Schweißperlen beim Buchen gekosten. Ich war letztes Jahr begeistert von Valencia und Lulu freut sich die Stadt kennenzulernen – bekannt für das warme Wetter, das gute Essen und naja, den spanischen VIBE. 😊

Im Gate angekommen, schlägt Lulu vor einen Sekt zu trinken. Und dies machen wir glatt. Super. Die Sonne scheint und wir sind etwas müde, aber gut gelaunt und voller Vorfreude auf unseren Trip nach Spanien. Erster Zielort: Alicante.

Um ca. 14:00 Uhr dann die Ankunft in Alicante. Wir freuen uns, denn wir werden mit Sonnenschein begrüßt. Wir schaffen es mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Dem Busfahrer gefällt mein etwas verpeiltes „Hello“ so gar nicht und ich stelle mich von daher schnell auf die spanische Begrüßung ein. Wir erreichen unsere Air-BnB-Unterkunft. Der Check-In ist anonym, aber problemlos. Endlich in der Unterkunft angekommen (diese befindet sich im 21. Stock) sind wir begeistert von dem Blick von unserem Balkon: Wir können den Hafen und die Altstadt bis zum Wasser überblicken. So habe ich noch nie gewohnt. Eine neue Erfahrung. Wir machen erst einmal einen Nap. Wir decken uns erst einmal mit den wichtigsten Dingen ein (unter anderem Schaumfestiger 😉) und brechen nun auf, um unsere ersten Eindrücke von der Stadt zu sammeln. Sofort sind wir umgeben von tollen, kleinen Patisserien und Cafés.

Unseren ersten Aperitivo nehmen wir dann sogleich zu uns in dem sehr netten Café mit spanisch extravaganter Deko. Wir entdecken noch ein Kleidungsgeschäft (Koala Bay). Die Mode ist beachy und lässig. Wir sind begeistert vom spanischen Stil und kaufen beide ein Paar offene Sandalen ein (ja, es waren dieselben).

Wir haben hier am Abend noch ein wirklich unglaublichen Käseteller mit einem wirklich ausgezeichneten Alicante-Rotwein und gebratenen Pimientos und charmanter Bedienung genossen. Der erste Tag kann sich sehen lassen.

Tag 2:

Wir brechen nach dem Frühstück auf, um den Hausberg von Valencia zu erklimmen. Wir laufen bei warmem Wetter los und erklimmen dann den Berg. Es gibt sehr viele Palmen in Alicante, und so begegnen uns diese auch überall auf unserem Weg dorthin. Unser Walk ist ein Pflanzentraum. Überall schöne bunte Blumen und Kakteenarten. Am imposantesten ist der Baum oben auf dem Berg auf dem Castillo de Santa Bárbara. Es ist eine Art Kaktus. Aus seinen Blättern entsteht Schritt für Schritt der Stamm, aus dem dann wiederrum ein neues Blatt wächst.

Die Burg ist vor allem schön anzusehen. Die Ausstellung über die frühere Geschichte der Ritterhäuser lassen wir aus. Spanische Schulklassen und Touristen mischen sich hier. Wir trinken ein Cerveza y Citrón (Radler) in der Sonne und mit Blick auf das strahlend  blaue Mittelmeer. Lulu ist, das muss an dieser Stelle erwähnt werden, eine Reisebegleitung, mit der man allerhand Quatsch machen kann. Das in Hamburg gerade 3 Grad sind weckt bei Lulu ein klein wenig Schadenfreude. Und bei mir auch.

Wir steigen ab. Ein Cortado auf dem Rückweg hilft, um wieder wach zu werden. Wir schielen auf den Nachbarteller und merken uns das Restaurant wegen der sehr verlockenden Paella. Lulu ist erkältet – das sei zu erwähnen, da wir nun eine Pause einlegen. Wir legen uns hin und gönnen uns wieder eine Siesta. Eine wunderbare Sache, da nach einem kurzen Schläfchen unsere Batterien wieder voll aufgeladen sind. Nach längerer Restaurantsuche (Lulu tendiert dabei doch zum Perfektionismus), finden wir einen netten Platz und wollen nun Paella bestellen – und dazu ein Gläschen Rotwein. Dass aus dem Gläschen Rotwein später eine Flasche wird, da Lulu vermeintlich (versehentlich vertauschter Blickkontakt) mit dem Keller flirtet, wissen wir erst eine Stunde später. Eine dramatische Geste und die Flasche Wein wird auf unserem Tisch platziert. Wir nehmen uns vor, nicht dafür zu bezahlen und am Ende zahlten wir 2 Gläser und unterhielten uns noch mit beiden Kellnern (Moises und Steven). Beide waren locker und gut drauf und es gab auch keine Flirtversuche mehr. Das Ganze sorgt bei uns für eine sehr gute Stimmung. Mucho gusto y bienvenida y buenos dias y hasta luego – ein wenig spanisch lehrt uns Babbel an diesem Abend.

Tag 3:

Wir starten in diesen Tag mit einem Kaffee im Bett und Indie-Musik: Sean Koch. Der Vormittag vergeht schnell und wir sind Mittags auf dem Weg zum MACA, Alicante Museum of Contemporary Art, um dann festzustellen, dass es wegen des Feiertags St. Jakob geschlossen hat. Und so kommt es, dass wir in eine Basilika direkt nebenan hineingehen. Hier findet gerade die Vorbereitung der Messe statt und ein Sänger singt auf Spanisch mit einer Stimme, die uns durch und durch geht. So setzen wir uns und beobachten das Geschehen. Der Gesang ist tief berührend. Zuerst fröhlich, dann ruhiger.

Ein Bild, das Teller, Paella, Essen, Im Haus enthält.

Automatisch generierte BeschreibungDie Menschen begrüßen sich- sie kennen sich hier-das merkt man. Die Stimmung ist gelassen und freudig. Wir gehen hinaus und sind ergriffen und zugleich etwas traurig. Der Gesang hat uns so berührt, wie es nicht so oft geschieht. Erfüllt und etwas platt gehen wir zum Strand. Hier ist der Vibe da: Junge Menschen chillen am Strand, Leute flanieren an der Promenade. Die Atmosphäre ist gelassen. Wir treffen uns noch mit einer Bekannten, die in Alicante lebt. Die Paella ist köstlich und uns bedient ein sehr herzlicher AlicanterInnen und ermahnt uns aufzuessen (keiner wollte den letzten Rest essen). Am Ende war die Paella-Panne leer. Wieder ist das Essengehen ebenso ein zwischenmenschliches Erlebnis. In der Küche wird leidenschaftlich diskutiert und am Ende sind wir die letzten Gäste. Ob wir gehen sollen? Nein, sie wollen warten bis wir fertig sind. Wir werden gemocht und wir mögen zurück.

Tag 4:

Unser AirBnB in Valencia.
Bootstour durch das Naturschutzgebiet im Vorland von Valencia – wunderschön.

Heute ist der Tag der Anreise in Valencia. Wir erreichen problemlos den Zug nach Valencia. Nach 2 Stunden steigen wir aus. Ein ganz anderer Vibe erwartet uns. Die Stadt ist schneller, lauter als Alicante. Wir spüren schnell, die Stadt ist voller Touristen, die noch für die Feier „Las Fallas“ vor Ort sind, die gerade erst zu Ende ging.

Unsere Unterkunft ist Valencia ist sehr cosy und tiny. Unter dem Dach eines kleinen, alten Mehrfamilienhauses mitten in der Altstadt haben wir ein Bett in gerade mal 10 m² mit einem Balkon und einer Art Dachterrasse. Wir freuen uns sehr darauf, dass wir nun in Valencia sind. Wir ziehen uns warm an, denn die Temperatur liegt gerade einmal bei frischen 15 Grad.

Wir machen uns auf den Weg zu Inés. Ich kenne Inés aus meinem letzten Urlaub in Valencia. Eine Spanierin, die die Stadt liebt und ihr Beruf ist es, explizit Alleinreisende in ihrem liebevoll eingerichteten AirBnB zu willkommen. Wir sind mit ihr für eine Bootstour nach Albufera verabredet, das „ursprüngliche“ Valencia mit seinen Fischerbooten und Flusslandschaften. Ein Naturschutzgebiet.

Hier haben die Valencianer schon lange als Fischerleute gelebt. Nach der herzlichen Begrüßung sind wir schnell mit dem Auto vor Ort und werden mit dem Motorboot durch die Flüsse gefahren. Es ist schon Abend und die Sonne geht nun unter. Neben uns gibt es Sträucher, Palmen, die am Flussbett wachsen und Moor. Die Grillen zirpen und es blubbert im Wasser von den atmenden Fischen. Als Inés den Motor abstellt ist es sehr ruhig und nur die Tiere sind zu hören. Ein schönes Gefühl der Stille, nach der wuseligen Innenstadt. Inés erzählt, dass das spanische „La Baraca“ aus dem Arabischen stammt und „Glück“ bedeutet. La Baraca ist übersetzt das Haus. Ein Dach über dem Kopf ist Glück. Irgendwie eine sehr erfrischend genügsame und schöne Definition davon, denken wir  Die Dämmerung bricht herein und wir fahren zurück. Am Ende des Tages nehmen wir ein einfaches Abendessen in einem Restaurant am Hafen und bekommen wieder einmal einen kleinen Humpen Rotwein serviert.

Albufera

Tag 5:

Wir leihen uns ein Fahrrad aus und fahren los. Das Wetter ist eben Mitte April in Valencia auch noch nicht sehr warm und wir müssen unsere Jacken tragen. Wir besuchen das UNESCO Weltkurerbe der Seidenbörse von Valencia. Es gibt hier einen wunderschönen Innenhof mit tollen Orangenbäumen. Die Seidenbörse hat beeindruckende Säulen und es wird ein spannender Film gezeigt, der die Geschichte des Gebäudes als eine Audiovisuelle Präsentation und Visualisierung zeigt. Anschließend brauchen wir etwas zu essen und probieren Tortilla. Die schmeckt einfach immer gut. 😊 Seit ich wieder in Deutschland bin, habe ich diese schon einmal nachgekocht.

Und das Beste kommt jetzt: Siesta! Ein Mittagsschläfchen machen wir uns jetzt zur neuen Wohlfühlroutine – genial! Danach macht Lulu lieberweise noch einen Kaffee für uns, während wir die Bilder anschauen, die wir an dem Tag schon geschossen haben.

Abends geht es auf Empfehlung unserer ortskundigen Inés in eine Jazzbar und wir erleben sehr gute Stimmung sowie Oboe, Trompete und Kontrabass live auf der Bühne. Ein sehr deutsch aussehender junger Mann singt mit perfekter Jazz-Stimme – das kommt überrauschen! Dazu ein Cerveza. Mucho gusto! Ein schöner Tag geht zu Ende.

Tag 6:

Wenn die Sonne scheint, dass ist die Stadt nochmal eine neue Welt (wie überall sonst eigentlich auch 😉). Wir fahren mit dem Rad los Richtung Beach! Auf dem Weg machen wir Halt bei dem Gebäude Ciutat de les Arts i les Ciències. Das futuristische und echt großartige Gebäude – entworfen vom spanischen Architekten Santiago Calatrava. Die Wasserspiele leuchten türkis in der Sonne und das weiße Gebäude strahlt. Die Reflexionen des Wassers kann man nun auf der Gebäudefassade beobachten.

Beim Strand angekommen gehen wir schnell in ein Bistro und gönnen uns ein bisschen Vitamin D und ein Radler. Anschließend gehen wir an der Promenade spazieren.

Ein paar Drinks später geht es dann zum Pizzaessen in eine geniale Pizzeria mit echter frischer Steinofenpizza. Inzwischen haben wir den Spanisch-Deutschen Mix mit dem gespielten spanischen Akzent echt drauf und allerhand Spaß daran, uns den ganzen Tag so zu unterhalten. Wir sind nun nicht mehr Lulu und Laura, sondern „Chica“ und „guapa“, weil das einfach viel lustiger klingt. 😊 Da Lulu ihren Fahrradschlüssel verloren hat, machen wir noch eine Extra-Runde am nächtlichen Strand, bevor wir in unsere Betten fallen.

Tag 7:

Das Wetter ist auf unserer Seite. Wir entscheiden uns also bei strahlendem Sonnenschein am Strand zu frühstücken. Ich freue mich schon sehr darauf, bei Sonne etwas leckeres zu frühstücken. Unsere Stimmung wir heute das erste mal auf die Probe gestellt, da Lulu einen neuen Schlüssel für das Fahrradschloss organisieren muss. Nachdem wir das Problem gelöst haben und Lulu einen neuen Schlüssel für das Schloss hat, können wir endlich unsere wundervolles Frühstück in dem Balinesischen Café einnehmen: Joghurtbowl mit einen Smoothie und Cappuccino. Lauter stylish gekleidete Menschen sitzen unter dem Bastschmuck und genießen ihre Speisen und Getränke. Überall hängen Surf- und Bali-Bilder und auch die KellnerInnen sind liebenswert. Wir raffen uns auf und beginnen eine Joggingrunde am Strand. Überall wird Sport am Strand getrieben und es findet sogar ein Volleyball-Turnier statt. Es begeistert mich, dass so viele Menschen  draußen Sport machen – direkt am Meer – in der Sonne. Das ist echter wahrer Luxus! Nach einem Radler am Strand und einem Erfrischungsbad geht es zurück in die Stadt.

Wir gehen am Abend Tapas essen: gebackene Aubergine mit Fleur de Sel und Parmesan, Chilli-Mayonaise mit Kartoffeln aus dem Ofen, Vino Tinto, und ein paar Spieße mit salzigen Fischen. Diese Reise ist für uns zu einem großen Teil eine kulinarische und wir lieben es! Wir gehen ein Aqua de Valencia um Café Madrid trinken. Ein Getränk aus Gin, Prosecco, Wodka und frischem Orangensaft. Fruchtig und gefährlich lecker. Der Tag ist vorbei.

Tag 8:

Wir stehen morgens auf und fahren mit unseren Fahrrädern zum botanischen Garten. Hier sehen wir tolle Pflanzen wie eine sehr großgewachsene Monstera in freier Wildbahn und riesige Kakteen. Unser Highlight ist der von Lulu entdeckte „Zwidderbaum“. Ein Baum der verschieden Früchte trägt: beide haben die Form  von Orangen, doch sehen die ersten mehr wie Clementinen aus und die anderen mehr wie eine kleine, gelbe Pomelo. Der Parkt schenkt uns eine Pause vom Gerummel der Stadt.

Als wir rausgehen begegnen wir einer Gruppe von Menschen mit Palmblättern. Sie singen spanische Lieder und gehen zum Kircheneingang. Wir beobachten begeistern die christliche Gemeinde bei ihren freudigen Gesängen. Wir gucken in die Kirche. Wir freuen uns, dass es keinen stört, dass wir neugierig sind. Die Gesänge gefallen uns und es sind fröhliche Lieder und alle sind froh und singen mit. Es ist etwas anderes als das, was wir von deutschen Kirchengemeinden kennen. Irgendwie lebhafter, freudvoller – und wir dürfen mit dabei sein. 😊

Anschließend ist uns nach einem Kaffee zu mute und Lulu entdeckt ein guatemalisches Café. Wir bestellen Baguettes belegt mit Tomate und Avocado und dazu Rührei- schmeckt alles großartig. Das Café hat eine wundervolle, entspannte positive Atmosphäre und viele sympathische (junge) Menschen essen zusammen oder lesen Bücher.

Wir fahren mit dem Rad zu der Fabrico del Hiélo, einer Konzertlocation und treffen dort meine spanische Freundin Inés. Sie hat eine weitere Reisende mitgebracht und wir lauschen gemeinsam der argentinischen Folkloremusik, live gespielt von einer Band mit Live-Instrumenten. Sie spielen Geige, Bass, Cello und singen dazu. Die Location ist einer der positivsten und friedlichsten Orte, an dem ich in letzter Zeit gewesen bin. Überall stehen Pflanzen, die Besucher lachen und sind fröhlich, die Instrumente klingen schön, die Decken sind hoch und der Raum weit und sonnendurchflutet. Es ist großartig zu sehen, was aus so einer alten Fabrikhalle entstehen kann. Wir sind nun eine deutsch-französisch-spanische-Frauentruppe und genießen die gemeinsame Zeit. Nach dem Konzert geht es kurz ans Meer und anschließend in die Altstadt zum Abendessen. Wir nehmen eine Paella mixta und gehen anschließend wieder in das Café Madrid für ein Aqua de Valencia- es sind dann doch drei. 😉 Der Abend nimmt eine Wendung, als ich Lulu vorschlage noch weiter zu ziehen. Es gießt in Strömen und wir gehen in eine sehr leere Bar. Es ist Sonntagabend. Hier wollen wir nicht bleiben und gehen durch den Regen zu dem einzigen geöffneten Club. Hier sind seltsame Menschen und tanzen in einem leeren Raum zu Popmusik. Ich gehe zur Toilette und als ich wiederkomme, ist Lulu im Gespräch mit jemandem. Wir unterhalten uns zu Dritt und kurze Zeit später sind wir zu fünft. Wir haben nun eine Gruppe Peruaner kennengelernt und damit neue Geschichten, den neuen Drink aus Sprite und Rotweine und genießen die Zeit. Die Zeit verfliegt und wir tanzen und reden und spät in der Nacht fallen wir glücklich ins Bett. Die Menschen kennengelernt zu haben ist mit das Schönste am Reisen.

Tag 9:

Am nächsten Morgen sind wir leicht verkatert und sehnen uns nach deftigem Essen. Das guatemalische Restaurant hat guatemalisches Frühstück bestehend aus Rührei, einer schwarzen-Bohnen-Paste und Brot, einem frischen Käse und Backbanane. Perfektes Essen für einen leichten Kater. 😊 Anschließend gehen wir noch ein wenig shoppen. Lulu und ich lachen heute viel. Wir sind heute total entspannt und locker. Nach erfolgreichem Shopping wird Abend gegessen: Wir machen unsere eigenen Tapas auf dem Zimmer mit Guacamole, Tacos, Oliven, Brot und Tomatensalsa. Lecker! Heute ist unser letzter Abend. Wir möchten zum Abschluss noch einen Rotwein trinken gehen und wir freuen uns über die gemeinsame schöne Zeit. Ziemlich schnell werden wir in der Bar angesprochen und bekommen einen Rotwein geschenkt. Einer der Kellner ist ein gutgelaunter Spanier und freut sich über unsere gute Laune. Wir tanzen ein bisschen zusammen und bekommen noch einen selbstgemachten kurzen aus Gin und Apfellikör spendiert! Später treffen wir unsere Peruaner wieder von gestern. Und Laura, eine deutschsprachige Hamburgerin und Spanischlehrerin. Sie ist auch Lyrikerin und hat gerade ihr erster Buch mit Anfang 20 veröffentlicht: „Schleichende Prozesse“. Wir sprechen mit ihr über die FLINTA-Bühne in Hamburg für feministische Poesie. Dann gehen wir noch Feiern in einem Club. Eine sehr junge Deutsche sagt uns, „so wie ihr will ich auch sein, wenn ich so alt bin“. Die Begegnung mit ihr wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben. Wir sind nicht mehr die „junge Generation“, so viel ist jetzt klar. Wir feiern noch bis spät in die Nacht. Jung sein ist schön, heißt es! Jung bleiben auch. 😊

Tag 10:

Der Tag des Rückfluges ist gekommen: Die Sachen sind gepackt und alle Sachen sind übereinander gezogen. Wir meistern mit Sonnenbrille in der U-Bahn und mit leichtem Übelkeitsgefühl die Fahrt zum Flughafen. Nach einem sehr witzigen Flughafen-Aufenthalt und mehreren unvergesslichen Fotos in vielen Schichten Kleidung von Lulu und mir (die Jacken, die nicht in unseren Rucksack gepasst haben) steigen wir ins Flugzeug. Lulu schafft es noch gerade eben NICHT ihren eigenen Rucksack auf den eigenen Kopf fallen zu lassen :D, und da sind wir schön im grünen Land Deutschlang gelandet. Eine Reise, die mir gezeigt hat, wie vielfältig alles ist, geht zu Ende. Lulu und ich beenden eine Reise ohne Gleichen und gehen mit einem anderen Gefühl zurück als vorher: aufgeladen mit Sonne, spanischer Lockerheit und einer dickeren

(gebräunten) Haut. Hasta luego, chica! Zurück in Deutschland werden ab jetzt viele tolle Dinge geschehen…. Und wir kommen sicher bald wieder und lernen spanisch.